Wenn Sie schon einmal mit einem Taipan geschossen haben, wissen Sie genau, wie hochwertig und präzise diese Waffe ist. Die Technologie und die Trends in der Welt der Luftgewehre schreiten jedoch unaufhaltsam voran, und der Hersteller wollte sich trotz der überwältigenden Welle positiver Reaktionen nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. So kommen wir zu dem brandneuen Modell Taipan Veteran II.
Es handelt sich nicht nur um eine leicht verbesserte zweite Generation des beliebten Pressluftgewehrs, bei der einfach jemand eine römische Zwei angehängt hat. Es ist ein völlig neues Gewehr, das konstruktiv zwar auf seinem Vorgänger basiert, aber nahezu alle dessen Aspekte auf ein ganz anderes Niveau hebt.
Das wohl auffälligste neue Element ist der komplett überarbeitete Lademechanismus, der sich nun direkt über dem Abzug befindet. Die Waffe lässt sich somit problemlos im Biathlon-Stil mit einem Finger nachladen. Dadurch konnte ein häufiges Problem neutralisiert werden, das die meisten Bullpups plagt, bei denen sich Schützen wegen des hinten liegenden Spannhebels wie ein Tyrannosaurus Rex vorkommen. Erwähnenswert ist auch der äußerst sanfte Lauf des gesamten Mechanismus und die Möglichkeit, den Hebel auf die andere Seite zu wechseln.
Eine weitere deutliche Verbesserung ist der freischwingende Lauf. Anders als beim ursprünglichen Veteran wird der Lauf nun nicht mehr von irgendwelchen Laufhaltern in Position gehalten, sondern von der eigentlichen Konstruktion der gesamten Waffe. Dadurch hält der Lauf den Haltepunkt unabhängig von der Umgebungstemperatur, vom mechanischen Verschleiß der Laufhalter oder von der Ausdehnung der Kartusche.
Der Lauf ist außerdem vollständig ummantelt und sein Zugprofil wurde speziell für die Verwendung von Slugs entwickelt. An der Mündung befindet sich ein externer Schalldämpfer.
Überarbeitet wurde auch der Druckregler, um eine möglichst optimale Leistung zu erreichen. Die Kartusche hat einen Durchmesser von 40 mm und fasst bis zu 311cc Luft. Das Power Plenum hat ein Volumen von 75cc. Der maximale Fülldruck beträgt 300 bar. Die obere Picatinny-Schiene mit einem Vorneigung von 20 MOA liegt perfekt in Linie mit dem Lauf und bietet somit konkurrenzlose Präzision.
Der Abzugsmechanismus ist wohl das Einzige, was aus der ursprünglichen Version beibehalten wurde. Man sagt, Perfektion könne man nicht verbessern, und nach dem Testen des Abzugswegs bleibt uns nichts anderes übrig, als dem zuzustimmen. Die manuelle Sicherung befindet sich weiterhin im Abzugsbügel, direkt vor dem Abzug.
Auf Wunsch führen wir den Umbau des Spannhebels von der rechten auf die linke Seite des Luftgewehrs durch.
Die Version 2024 enthält kein ADF-System (Anti-Double Feed – Schutz gegen das Laden von zwei Geschossen gleichzeitig) und keinen neuen Spannhebelgriff.